Leben

Hans-Olaf Henkel wurde am 14. März 1940 in Hamburg geboren. Nach kaufmännischer Lehre bei Kühne & Nagel und Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg trat er 1962 in die IBM ein. Nach Aufenthalten in den USA, Asien und Frankreich wurde er 1987 Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, 1989 Vize Präsident der IBM Corporation und 1993 Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit Verantwortung für über 90.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Von Anfang 1995 bis Ende 2000 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), von 2001 bis 2005 Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Von 2001 bis 2012 lehrte Henkel als Honorarprofessor an der Universität Mannheim.

Henkel war Mitglied von Aufsichtsräten, u.a. Bayer AG, Audi, Continental, Orange SA und Daimler Luft- und Raumfahrtholding. Henkel erhielt einen Ehrendoktortitel von der TU Dresden und er lehrte von 2000 bis 2012 an der Universität Mannheim. Er engagiert sich seit 1996 bei Amnesty International.

Henkel erhielt die „Karmarsch-Denkmünze“ der TU Hannover, der WWF wählte ihn 1992 zum „Ökomanager des Jahres“, die Wirtschaftswoche zeichnete ihn mit dem „Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft“ aus und „Markt Intern“ mit dem „Deutschen Mittelstandspreis“. Als Autor zahlreicher Bestseller und Beiträge zu gesellschaftspolitischen Themen erhielt er den internationalen Buchpreis „Corine“, den „Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik“, die „Hayek-Medaille“ und den „Cicero-Preis“ („Bester Redner in der Wirtschaft“). Als Ehrung für seine Tätigkeit als Präsident der Leibniz-Wissenschaftler wurde ein neu entdeckter Schmetterling nach ihm benannt („Bracca olafhenkeli“). Für seine sonntägliche Jazzsendung auf Berlins JazzRadio 106,8 erhielt er eine Auszeichnung bei den „2009 New York International Radio Programming Awards“. Henkel ist „Commandeur“ der Französischen Ehrenlegion, Träger des japanischen Ordens „Vom Heiligen Schatz“ und des brasilianischen „Kreuz des Südens“.

Nach kurzer Mitgliedschaft in der AfD trat Herr Henkel durch den sich abzeichnenden Rechtsruck aus der Partei aus. Kurz darauf war er Mitgründer der neuen Partei ALFA (Allianz für Fortschritt und Aufbruch), welche sich aufgrund namensrechtlicher Gründe später in LKR (Liberal-Konservative Reformer) umbenannte. Seit Ende 2018 ist Herr Henkel parteilos und als freier Abgeordneter Vize-Präsident der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR). Darüber hinaus ist er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie, Mitglied im Unterausschuss Menschenrechte, Mitglied im Untersuchungsausschuss zur Emissionsmessungen sowie Mitglied der Delegation für die Beziehungen mit Japan und der Volksrepublik China. Neben seiner Eurokritik war vor allem sein Engagement gegen den Brexit mit der Initiative „A new Deal for Britain and the EU“ Schwerpunkt seiner parlamentarischen Tätigkeit.
Sein Mandat Endet im Juli 2019.

Hans-Olaf Henkel ist verheiratet mit der Universitätsprofessorin Bettina Hannover und Vater von vier Kindern.

Hans-Olaf Henkel, born on 14 March 1940 in Hamburg, graduated from Hamburg University’s School of Economics and Politics and joined IBM in 1962. After living and working in the US, Asia and France, he became the CEO of IBM Germany in 1987 and head of IBM Europe, Middle East and Africa in 1993. He was the President of the Federation of German Industries (BDI) between 1995 and 2000 and President of the Leibniz Association between 2001 and 2005.

Henkel has been a member of different supervisory boards, including Bayer, Audi, Continental, Orange SA and Daimler Aerospace Holding. Henkel received an honorary doctorate from the Technical University of Dresden and taught at the University of Mannheim from 2000 to 2011. He is a member of Amnesty International since 1996. Henkel received the „Karmarsch Medal“ of the Technical University of Hanover. In 1992, the WWF named him „Eco-Manager of the Year“ and the German „Wirtschaftswoche“ awarded him with the „Innovation Award of German Industry“. As the author of numerous bestsellers and newspaper articles, he received the International Book Prize „Corine“, the „Ludwig Erhard Prize for Economic Journalism“, the „Hayek Medal“ and the „Cicero Prize“ („Best speaker in the business world“). As a tribute to his activities as the President of the Leibniz Society, scientists named a newly discovered butterfly after him („Bracca olafhenkeli“). He received an award at the „2009 New York International Radio Programming Awards“ for his Sunday jazz radio programme on Berlin JazzRadio 106.8. Henkel is Commander of the French National Order of the Legion of Honour, holds the Japanese Order of the Sacred Treasure and the Brazilian Order of the Southern Cross.

After a short membership in the AFD, Mr. Henkel resigned because of the extreme right-wing infiltration of the party. Shortly thereafter, he was co-founder of the new party ALFA (Alliance for Progress and Departure), which renamed later due to legitimacy reasons in LKR (Liberal Conservative Reformer). Since the end of 2018, Mr Henkel has been an independent MEP and Vice-President of the European Conservatives and Reformers Group (ECR). He is also Deputy Chairman of the Committee on Industry, Research and Energy, Member of the Subcommittee on Human Rights, Member of the Committee of Inquiry on Emission Measures and Member of the Delegation for Relations with Japan and China. His mandate ends in July 2019.

In addition to his criticism of the euro, his commitment to prevent Brexit with the initiative „A new deal for Britain and the EU“ was at the center of his parliamentary activities.

Henkel is married to the university professor Bettina Hannover and is the father of four children.